Vereinsgeschichte der SG Eintracht Sirnau

SV Eintracht Esslingen (1952 - 1995)
Der SV Eintracht Esslingen wurde am 19. Juli 1952 in der Schießstätte in Sirnau gegründet. Man hatte jetzt einen Verein und eine Mannschaft, was fehlte war ein geeigneter Sportplatz. Der Kommandeur der amerikanischen Streitkräfte und zwar des 80. Ordonance-Bataillons, Mr. Plummer, genehmigte die Nutzung des jetzigen Sportplatzes am Amselweg. Umkleiden musste man sich allerdings zu der Zeit noch in den Umkleideräumen des Jugendsozialwerkes.
Im Jahre 1953 baute der Verein sein erstes Klubhaus, allerdings ohne Umkleide und Waschräume etwa auf der Höhe des heutigen oberen Sportplatzes am Waldrand.
Im Jahre 1957, nachdem der obere Sportplatz Pachtgelände der SG Sirnau wurde, war man gezwungen das Klubhaus zu verlegen, und zwar dahin wo das heutige Klubheim steht. Ein Jahr später begann man mit dem Anbau eines Waschraumes. Das notwendige Waschwasser wurde aus dem Brunnen des Schäferhundevereins mit Wasserkübeln zugeführt. Eine Trinkwasserversorgung gab es noch nicht.
Erst im Spieljahr 1961 wurde ein in Fertigbauweise hergestelltes Vereinsheim errichtet. Nach einer einjährigen Umbauzeit konnte man dann 1974 ein komplett renoviertes und Erweitertes Klubheim Einweihen. Dies war ein großer Tag für den SV Eintracht. 1976 stieg die Mannschaft in die A-Klasse auf und in der Saison 1978/79 in die damalige 2. Amateurliga, die der heutigen Landesliga entsprach. Nach der Saison 1981/82 wanderten einige Spieler ab, dies führte schließlich zum Abstieg in die Bezirksliga. Erfreulich war nach einem Jahr der sofortige Wiederaufstieg. Die Rückkehr von Gerhard Römer vom SV Göppingen sowie die Verpflichtung von Werner Heilemann als Trainer leiteten erfolgreiche Jahre ein. In den Folgejahren wurden stets vordere Tabellenplätze eingenommen. Zahlreiche Talente fanden den Weg zur Nummer 1 im Esslinger Fussball. Mehrfach wurde auch der Esslinger Hallentitel errungen. Ab der Saison 1988/89 begann dann der Kampf ums sportliche Überleben. 1990/91 stieg der Verein in die Bezirksliga ab.
Sportgemeinschaft Sirnau (1952 - 1995)
Die Sportgemeinschaft Sirnau wurde am 16. Mai 1952 in der Schule in Sirnau gegründet. Mehrere sportbegeisterte Jugendliche veranlassten die Mitglieder der Siedlergemeinschaft eine Sportabteilung zu gründen. Als Sportplatz stand der Festplatz zur Verfügung. Da in Sirnau kein Gasthaus vorhanden war, wurden die Spielerversammlungen zunächst in der Gaststätte Friedenstäle bzw. im Schießhaus abgehalten bevor der Luftschutzbunker beim heutigen Kinderspielplatz hergerichtet wurde. Bei Kerzenlicht und der Wärme des Kanonenofens wurden die Sitzungen durchgeführt, die jedoch immer sehr schnell beendet waren, da der Qualm des Ofens ein längeres Verweilen verhinderte.
1953 trennte sich die Sportabteilung von der Siedlergemeinschaft. Künftig war die SG Sirnau als eigenständiger Verein eingetragen. Lange Zeit musste der Verein ohne eigenes Vereinsheim auskommen und war Gast im Siedlerheim. Erst 1970 begann der Bau des Vereinsheimes, der 1971 nach ca. 1600 freiwilligen Arbeitsstunden in vollständiger Eigenarbeit der Vereinsmitglieder fertiggestellt wurde. Der Bau der Terrasse, des Parkplatzes, des Kinderspielplatzes und schließlich der Flutlichtanlage folgte.
Den ersten sportlichen Erfolg feierte die SG Sirnau 1954 mit dem Aufstieg in die damalige B-Klasse. Problematisch war die Nachwuchsarbeit, da in Sirnau nicht gebaut werden durfte und deshalb junge Familien wegzogen. Es folgten Auf- und Abstiege in die C- bzw. B-Klasse.
Da vor allem die Umkleideräume nicht mehr den Ansprüchen genügten, wurde Anfang der 90iger Jahre das Vereinsheim in der heutigen Form ausgebaut. Die enge Gemeinschaft der Mitglieder garantieren ein reges Vereinsleben und eine starke Identifikation mit dem Verein, dies zeigte sich bei der Erweiterung des Vereinsheimes. Nachdem jahrelang Herbert Gschwendtner aufopferungsvoll die Geschicke der SG Sirnau lenkte, war Josef Neubauer als folgender Vorsitzender ein Garant für die erfolgreiche Vereinsarbeit. Äußeres Zeichen dafür ist der Um- bzw. Erweiterungsbau der heutigen Vereinsheime Drosselweg und Amselweg.
SG Eintracht Sirnau (1995 - heute)
Am 14. Juni 1995 war es dann soweit. Josef Neubauer und Max Pickl gehen als letzte Vorsitzende der beiden Vereine in die Geschichte ein. Sie zimmerten das Dach der heutigen SG Eintracht Sirnau. Sie wagten nach über 40 Jahren in Esslingen wieder eine Fusion zweier Sportvereine. Der Fusion gingen getrennte Versammlungen beider Vereine voraus. Auf diesen Versammlungen gaben die Mitglieder ihrer Vereinsführung grünes Licht für die Verschmelzung. Die Verschmelzungsversammlung der beiden Vereine war in Deutschland die erste nach dem vereinfachten Vereinsrecht. Sie verlief sehr diszipliniert, geleitet wurde sie von Notar Otto Blumenstock. Lediglich beim neuen Vereinsnamen kam ein wenig Diskussion auf, aber schließlich wurde man sich doch einig:

SG Eintracht Sirnau e.V.